Arbeitsgemeinschaft Schildkröten
Eine AG der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde e.V.

Herbert Becker

Seit meiner Kindheit beschäftige ich mich mit der Haltung von Schildkröten – damals noch mit der Griechischen Landschildkröte, die man zu Tausenden in Zoohandlungen für fünf Mark kaufen konnte.

Nach meiner Ausbildung und der Bundeswehrzeit zogen meine Frau und ich 1982 in ein eigenes Haus mit Garten. Nun wollte ich wieder Schildkröten halten, da die Voraussetzungen gegeben waren. Zu dieser Zeit waren Landschildkröten jedoch kaum erhältlich: Die gesetzlichen Regelungen waren sehr streng, und der Handel war durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen praktisch verboten.

Der Beitritt zur DGHT sowie die regelmäßigen Besuche der Frankfurter Stadtgruppentreffen – dem sogenannten „Froschkrätzchen“ – führten schließlich dazu, dass ich in Kontakt mit anderen Haltern und Züchtern kam.

1988 erhielt ich von einem Arbeitskollegen ein Pärchen 𝘚𝘵𝘦𝘯𝘰𝘵𝘩𝘦𝘳𝘶𝘴 𝘮𝘪𝘯𝘰𝘳 geschenkt. Zwei Jahre später, 1990, gelang mir mit vier Jungtieren erstmals die Nachzucht dieser Art. Damit war ich endgültig „infiziert“ – mein Bestand wuchs stetig an.

Bei Besuchen bei Peter Hoch in Waldkirch war ich von der Artenvielfalt fasziniert, insbesondere die Waldbachschildkröte hatte es mir angetan. So erwarb ich im November 1988 mein erstes Pärchen 𝘊𝘭𝘦𝘮𝘮𝘺𝘴 𝘪𝘯𝘴𝘤𝘶𝘭𝘱𝘵𝘢 (wie sie damals noch hieß). Es handelte sich um subadulte Tiere, die zunächst heranwachsen mussten.

1992 vermehrten sich schließlich auch meine Waldbachschildkröten – der Beginn einer nunmehr 33-jährigen kontinuierlichen Zucht dieser beeindruckenden Art.

Bis heute ist es mir gelungen, insgesamt 24 verschiedene Schildkrötenarten zu züchten, viele davon über mehrere Jahrzehnte hinweg.

Darüber hinaus habe ich an Auswilderungsprojekten teilgenommen, unter anderem bei der Hessischen 𝘌𝘮𝘺𝘴 sowie gemeinsam mit den Zoos Rotterdam und Münster bei 𝘔𝘢𝘶𝘳𝘦𝘮𝘺𝘴 𝘢𝘯𝘯𝘢𝘮𝘦𝘯𝘴𝘪𝘴 in Vietnam.

Mein Wissen habe ich stets versucht weiterzugeben. Inzwischen sind über 30 Fachartikel in deutscher, englischer und französischer Sprache erschienen. Zudem durfte ich zahlreiche Vorträge auf Tagungen in Deutschland, der Schweiz und Österreich sowie bei vielen Stadtgruppentreffen halten.

Ich freue mich sehr auf die Tagung in Gersfeld, darauf, alte Bekannte wiederzutreffen und neue Kontakte zu knüpfen.

𝐒𝐩𝐞𝐚𝐤𝐞𝐫 𝐈𝐧𝐭𝐫𝐨𝐝𝐮𝐜𝐭𝐢𝐨𝐧 𝐨𝐟 𝐭𝐡𝐞 𝐆𝐞𝐫𝐦𝐚𝐧 𝐂𝐡𝐞𝐥𝐨𝐧𝐢𝐚 𝐆𝐫𝐨𝐮𝐩 (𝐃𝐆𝐇𝐓) 𝐂𝐨𝐧𝐟𝐞𝐫𝐞𝐧𝐜𝐞𝟐𝟎𝟐𝟔:
𝐇𝐞𝐫𝐛𝐞𝐫𝐭𝐁𝐞𝐜𝐤𝐞𝐫 (𝐇𝐚𝐭𝐭𝐞𝐫𝐬𝐡𝐞𝐢𝐦)

I have been involved in keeping turtles and tortoises since my childhood. At that time, my first animals were Greek tortoises, which were widely available in pet shops for just a few Deutsche Marks.

After completing my training and military service, my wife and I moved into our own house with a garden in 1982. With suitable conditions finally available, I wanted to keep tortoises again. However, at that time, terrestrial tortoises were hardly obtainable: regulations were very strict and trade was virtually prohibited due to the Washington Convention on International Trade in Endangered Species (CITES).

Joining the DGHT and regularly attending the Frankfurt local group meetings — known as the “Froschkrätzchen” — eventually brought me into contact with other keepers and breeders.

In 1988, I received a pair of 𝘚𝘵𝘦𝘯𝘰𝘵𝘩𝘦𝘳𝘶𝘴 𝘮𝘪𝘯𝘰𝘳 as a gift from a colleague. Two years later, in 1990, I achieved my first successful breeding of this species, with four hatchlings. From that moment on, I was well and truly “infected” — my collection continued to grow steadily.

During visits to Peter Hoch in Waldkirch, I was fascinated by the diversity of species, particularly the wood turtle. In November 1988, I acquired my first pair of 𝘊𝘭𝘦𝘮𝘮𝘺𝘴 𝘪𝘯𝘴𝘤𝘶𝘭𝘱𝘵𝘢 (as they were known at the time). These were subadult animals that still had to mature.

In 1992, my wood turtles finally reproduced, marking the beginning of a now 33-year continuous breeding programme of this remarkable species.

To date, I have successfully bred a total of 24 different turtle and tortoise species, many of them over several decades.

I have also participated in reintroduction projects, including work with the Hessian 𝘌𝘮𝘺𝘴 population, as well as conservation efforts for 𝘔𝘢𝘶𝘳𝘦𝘮𝘺𝘴 𝘢𝘯𝘯𝘢𝘮𝘦𝘯𝘴𝘪𝘴 in Vietnam in cooperation with the zoos of Rotterdam and Münster.

I have always aimed to share my experience and knowledge. Over the years, more than 30 articles have been published in German, English and French. In addition, I have given numerous lectures at conferences in Germany, Switzerland and Austria, as well as at many local group meetings.

I am very much looking forward to the conference in Gersfeld, to meeting old friends again and making new connections.