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Zeitungsbericht zum Management der Wasserschildkröten im Estany de Banyoles, Spanien (Katalonien)

Seit 2010 wird der Schildkrötenbestand an diesem bekannten Ausflugsziel vom Verband zur Weiterentwicklung des Naturraums (Consorci de l’Estany) überwacht und reguliert. In dieser Zeit konnte der hohe Bestand von ausgesetzten Rotwangenschildkröten um 90% reduziert werden, d.h. in den ersten vier Jahren des LIFE-Projekts wurden ca. 600 Tiere gefangen, und in den zweiten vier Jahren nur noch 100. Gleichzeitig wird der Bestand an einheimischen Wasserschildkröten überwacht. Im vergangenen Jahr konnten in den Schildkrötenfallen in den kleinen Gewässern bei Can Morgat, am Westrand des eigentlichen Sees, zehn Europäische Sumpfschildkröten (Emys orbicularis), fünf Bachschildkröten (Mauremys leprosa) und nur zwei Schmuckschildkröten (Trachemys scripta) gefangen werden. 

Die Population der Europäischen Sumpfschildkröten wird gezielt durch Nachzuchten der hier heimischen Lokalform aus dem Schildkrötenzentrum in Garriguella verstärkt. Nachdem bis 2008 keinerlei Anzeichen für eine natürliche Fortpflanzung dieser Schildkröten am See zu finden gewesen war, wurden seit 2011 insgesamt über 200 Nachzuchten des Zentrums hier ausgewildert. In diesem Herbst ging auch ein zweijähriges Jungtier in eine der Fallen, das hier geschlüpft sein muss – ein schöner Erfolg!

Link: https://www.lavanguardia.com/local/girona/20181228/453790937170/reduce-poblacion-tortugas-exoticas-lago-banyoles.html?fbclid=IwAR2L8jCDCfJMSuFJF-BQjD8_rFRAlvomphlwj5Ab6trwyMNNlWWF0vxuKM0

 

Nachzuchtstatistik

Zur Nachzuchtstatistik für das Jahr 2017 sind leider nur Meldungen von 50 Züchtern eingegangen, was im Vergleich zum Schnitt der letzten Jahre (~ 75 Meldungen pro Jahr) doch sehr schade ist. Allerdings gibt es dafür mit 121 gezüchteten Arten und Unterarten einen absoluten Rekord zu verzeichnen. Zudem sind über 3200 Nachzuchttiere gemeldet worden. Alles in allem ist das Jahr 2017 trotz der eher mäßiger Beteiligung an der Nachzuchtstatistik doch als ein sehr erfolgreiches Jahr zu werten, was die Artenanzahl und die Gesamtzahl der vermehrten Tiere angeht. Dafür kann man den einzelnen Züchtern nur gratulieren. Die Redaktion der RADIATA würde sich natürlich freuen, wenn einige dieser Nachzuchterfolge als Artikel in unserem Magazin erscheinen.